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Pflegehilfe & Betreuung

Pflegehilfskraft / Pflegekraft

Pflegehilfskräfte unterstützen Pflegefachkräfte bei der Grundpflege und Betreuung, meist ohne dreijährige Ausbildung oder mit einjähriger Helferausbildung. Sie arbeiten im Schichtdienst in Kliniken, Pflegeheimen und ambulanten Diensten.

14 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Pflegehilfskraft / Pflegekraft verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.400 € 2.750 € 28.800 €
Mit Berufserfahrung 2.350 € 2.650 € 3.000 € 31.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.500 € 2.850 € 3.300 € 34.200 €

Entscheidend sind Träger und Qualifikation: Nach TVöD-P werden Pflegehilfskräfte ohne Ausbildung meist in P 5 bis P 6 eingruppiert, mit einjähriger Helferausbildung in P 6 bis P 7, ähnlich in AVR Caritas und AVR Diakonie; private Träger mit Haustarif zahlen häufig mehrere hundert Euro weniger, mindestens aber den Pflegemindestlohn. Verhandelt wird bei Tarifbindung nicht der Betrag, sondern die Stufe - anerkannte Vorerfahrung macht spürbar Unterschied. Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienste sowie Wechselschichtzulagen kommen in den genannten Werten nicht vor und erhöhen das Monatsbrutto bei regelmäßigen Nachtdiensten üblicherweise um 150 bis 400 Euro.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Träger, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Träger zu Träger unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Pflegehilfskraft?

Pflegehilfskräfte übernehmen die körpernahe Grundpflege: Waschen, Duschen, Baden, Mund- und Zahnpflege, An- und Auskleiden, Hilfe beim Toilettengang, Wechseln von Inkontinenzmaterial, Lagern und Mobilisieren, Begleitung zum Essen und Anreichen von Mahlzeiten. Sie machen Betten, richten Zimmer, führen Vitalzeichenkontrollen durch und dokumentieren, was sie getan und beobachtet haben. Im Pflegeheim kommt Betreuung dazu: Gespräche, Spaziergänge, Beschäftigung, Begleitung zu Terminen.

Der Zuschnitt der Aufgaben hängt an der Qualifikation. Ohne Ausbildung bleibt es bei Grundpflege und Assistenz. Mit einjähriger Helferausbildung kommen nach Delegation durch die Fachkraft einfache Maßnahmen der Behandlungspflege hinzu, etwa Kompressionsstrümpfe, einfache Verbände oder Blutzuckermessung, je nach Bundesland und Hausregelung. Die Vorbehaltsaufgaben nach § 4 PflBG - Pflegeprozesssteuerung, Anamnese, Planung, Evaluation - bleiben der Pflegefachkraft. Diese Grenze ist keine Formalie, sie entscheidet über Verantwortung und Bezahlung.

Wie wird man Pflegehilfskraft?

Es gibt drei Wege. Erstens: Einstieg ohne Ausbildung, oft mit einem Basiskurs von wenigen Wochen oder einer Einarbeitung im Betrieb. Das ist der klassische Quereinstieg und in vielen Häusern möglich. Zweitens: die landesrechtlich geregelte Helferausbildung, je nach Bundesland ein- oder zweijährig, mit Bezeichnungen wie Pflegefachassistenz, Krankenpflegehelfer oder Altenpflegehelfer. Sie setzt in der Regel einen Hauptschulabschluss voraus und wird an Pflegeschulen absolviert. Drittens: der Weg über die Betreuungskraft nach § 43b SGB XI, ein Qualifizierungskurs für soziale Betreuung ohne pflegerische Tätigkeiten.

Eine abgeschlossene Helferausbildung wird auf die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann in vielen Ländern angerechnet, meist mit Verkürzung um bis zu ein Jahr.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit ist körperlich schwer. Heben, Umlagern, Transfers, stundenlanges Stehen und Gehen - Rücken und Knie merken das nach Jahren. Gearbeitet wird im Schichtdienst mit Früh-, Spät- und Nachtdiensten, an Wochenenden und Feiertagen. Im ambulanten Dienst sind geteilte Dienste und Fahrten bei jedem Wetter üblich.

Der Personalmangel ist im Helferbereich genauso spürbar wie bei den Fachkräften. Einspringen aus dem Frei, dünn besetzte Nachtdienste und Zeitdruck bei der Grundpflege gehören zum Alltag vieler Häuser. Dazu kommt die psychische Seite: Sterben, Demenz, Aggression, Ekel und die Erfahrung, für einen Menschen weniger Zeit zu haben, als er braucht. Die Fluktuation ist hoch, besonders bei Einsteigern ohne Ausbildung.

Aussichten

Die Nachfrage ist bundesweit groß und wächst mit der Zahl pflegebedürftiger Menschen. Eine Stelle findet praktisch jeder, der belastbar ist und Schichtdienst mitmacht. Ohne Ausbildung ist die Verdienstentwicklung allerdings früh begrenzt.

Der wichtigste Entwicklungsschritt ist die Helferausbildung und danach die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann, für die es Verkürzungsmöglichkeiten und in vielen Bundesländern eine Umschulungsförderung gibt. Alternativen sind Spezialisierungen als Betreuungskraft, in der Alltagsbegleitung, in der Behandlungspflege im ambulanten Bereich oder Nebenaufgaben wie Praxisbegleitung und Hygienebeauftragung. Wer bei der reinen Helfertätigkeit bleibt, arbeitet dauerhaft unter fachlicher Anleitung.

Aufgaben

  • Grundpflege wie Waschen, Duschen, Zahn- und Hautpflege
  • Hilfe beim An- und Auskleiden und beim Toilettengang
  • Lagern, Mobilisieren und Transfers mit Hilfsmitteln
  • Essen und Getränke anreichen, Ernährung und Trinkmenge beobachten
  • Vitalzeichen messen und Auffälligkeiten an die Fachkraft melden
  • Pflegedokumentation zu den eigenen Tätigkeiten führen
  • Betten machen, Zimmer und Pflegehilfsmittel in Ordnung halten
  • Betreuung, Gespräche, Begleitung und Beschäftigung

Voraussetzungen

  • Kein Abschluss zwingend erforderlich; für die Helferausbildung meist Hauptschulabschluss
  • Körperliche Belastbarkeit für Heben, Umlagern und Arbeit im Stehen
  • Bereitschaft zu Schicht-, Wochenend- und Feiertagsdienst
  • Deutschkenntnisse für Dokumentation und Übergabe, üblich mindestens B1
  • Erweitertes Führungszeugnis und Nachweis über Masernimpfung
  • Umgang mit Ekel, Nähe, Aggression und Sterben
  • Für den ambulanten Dienst Führerschein Klasse B

Wo man arbeitet

  • Vollstationäre Pflegeheime
  • Akutkliniken und Fachkliniken
  • Ambulante Pflegedienste
  • Wohngruppen und betreutes Wohnen
  • Kurzzeit- und Tagespflege
  • Einrichtungen der Behindertenhilfe

Der Weg in den Beruf

Der Einstieg ist ohne Ausbildung möglich, meist über einen Basiskurs und Einarbeitung im Betrieb. Strukturierter ist die landesrechtlich geregelte Helferausbildung an einer Pflegeschule, die je nach Bundesland ein bis zwei Jahre dauert und mit Bezeichnungen wie Pflegefachassistenz, Krankenpflegehelfer oder Altenpflegehelfer abschließt. Dieser Abschluss wird auf die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann häufig um bis zu ein Jahr angerechnet.

Offene Stellen als Pflegehilfskraft / Pflegekraft

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