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Gesundheits- & Krankenpflege

Krankenschwester mit Firmenwagen

Pflegefachkraft in der ambulanten Versorgung, die ihre Patienten mit einem vom Arbeitgeber gestellten Dienstfahrzeug zu Hause versorgt. Der Firmenwagen ist Arbeitsmittel für die Tour, teils auch privat nutzbar.

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Gehalt

Was man als Krankenschwester mit Firmenwagen verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.300 € 3.700 € 39.600 €
Mit Berufserfahrung 3.300 € 3.700 € 4.200 € 44.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.700 € 4.200 € 5.000 € 50.400 €

Entscheidend ist der Träger: Sozialstationen nach AVR Caritas oder AVR Diakonie und kommunale Dienste nach TVöD-P (P 7 bis P 9) zahlen deutlich mehr als private Pflegedienste mit Haustarif, oft mehrere hundert Euro im Monat bei gleicher Tour. Bei tariflicher Vergütung wird nicht der Betrag verhandelt, sondern die Stufe - die Anerkennung von Vorerfahrung ist der wichtigste Punkt im Einstellungsgespräch. Zuschläge für Sonn- und Feiertagsdienste sowie geteilte Dienste bringen im ambulanten Bereich meist fünf bis zwölf Prozent zusätzlich, deutlich weniger als im Klinik-Schichtdienst, da Nachtdienste selten sind; ein privat nutzbarer Firmenwagen ist ein steuerpflichtiger Sachbezug und ersetzt kein höheres Grundentgelt.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Träger, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Träger zu Träger unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Krankenschwester mit Firmenwagen?

Die Bezeichnung meint in der Praxis fast immer eine examinierte Pflegefachkraft im ambulanten Dienst. Wer Menschen in ihrer Wohnung versorgt, braucht ein Fahrzeug, und dieses stellt in der Regel der Arbeitgeber: ein Kleinwagen mit Pflegedienst-Logo, Tankkarte und Tourenplan. Manche Träger erlauben die private Nutzung oder überlassen das Fahrzeug samt Heimfahrt, andere nicht - das ist Verhandlungssache und steht im Arbeitsvertrag, nicht im Tarifwerk.

Der Arbeitstag besteht aus einer Tour mit acht bis sechzehn Einsätzen. Dazu gehören Grundpflege, Kompressionsverbände, Wundversorgung nach Verordnung, Insulingabe und Blutzuckermessung, Medikamentengabe und -stellung, Katheter- und Portversorgung, Absaugen, PEG-Versorgung. Dazwischen liegt das Fahren, das Suchen von Parkplätzen und das Tragen der Tasche in vierte Stockwerke ohne Aufzug. Die Dokumentation läuft meist über ein Tablet oder Smartphone direkt beim Patienten. Hinzu kommt Angehörigenberatung, Kontakt zu Hausärzten und Apotheken sowie die Mitarbeit an Pflegeplanungen und Begutachtungen.

Der Unterschied zur Station ist die Alleinverantwortung. In der Wohnung ist niemand da, mit dem sich eine Einschätzung eben kurz besprechen lässt. Wer eine Verschlechterung übersieht, merkt es erst am nächsten Tag.

Wie wird man Krankenschwester mit Firmenwagen?

Grundlage ist die dreijährige Pflegeausbildung. Seit 2020 gilt das Pflegeberufegesetz, der Abschluss heißt Pflegefachfrau oder Pflegefachmann; im dritten Jahr ist eine Vertiefung in der ambulanten Akut- und Langzeitpflege möglich. Wer früher als Gesundheits- und Krankenpflegerin oder Altenpflegerin abgeschlossen hat, behält die Berufsbezeichnung und arbeitet gleichwertig. Ein Führerschein der Klasse B ist zwingend und praktisch die zweite Zulassungsbedingung neben der Berufsurkunde. Quereinstieg in die Tätigkeit ohne Examen gibt es nur als Pflegehilfskraft - dann fallen die Vorbehaltsaufgaben nach § 4 PflBG weg, damit ein großer Teil der Behandlungspflege, und die Bezahlung liegt deutlich niedriger.

Was der Beruf verlangt

Gearbeitet wird im geteilten Dienst: Frühtour ab etwa sechs Uhr, Spättour am Abend, dazwischen oft eine unbezahlte Pause, die den Tag lang macht. Wochenend- und Feiertagsdienste gehören dazu, meist im Wechsel jedes zweite Wochenende. Nachtdienste sind seltener als im Krankenhaus, Rufbereitschaft kommt bei manchen Trägern vor. Der Zeitdruck ist hoch, weil die Leistungen minutengenau abgerechnet werden und die Tour trotzdem im Verkehr steht. Körperlich belastend sind Heben ohne Hilfsmittel, ungünstige Betthöhen und enge Bäder. Dazu kommen Winterglätte, Hundebisse, verwahrloste Wohnungen und Angehörige, die etwas anderes erwarten als das, was verordnet ist. Die Fluktuation in ambulanten Diensten ist hoch.

Aussichten

Die Nachfrage ist unverändert groß und wächst, weil die Versorgung in der eigenen Wohnung politisch und persönlich bevorzugt wird. Ambulante Dienste finden kaum Fachkräfte, examinierte Bewerber können auswählen und über Tourenzuschnitt, Dienstwagenregelung und Arbeitszeitmodell verhandeln. Entwicklungswege führen über die Weiterbildung zur verantwortlichen Pflegefachkraft nach § 71 SGB XI in die Pflegedienstleitung, weiter in die Wundexpertise nach ICW, in die außerklinische Intensivpflege, in die Palliativversorgung oder in Pflegeberatung nach § 7a SGB XI.

Aufgaben

  • Grund- und Behandlungspflege in der Wohnung der Patienten
  • Wundversorgung, Verbandwechsel und Kompressionstherapie
  • Medikamente stellen und verabreichen, Insulin und Injektionen
  • Katheter-, Port-, Stoma- und PEG-Versorgung
  • Tour eigenverantwortlich fahren und Einsätze zeitlich einteilen
  • Pflegedokumentation mobil am Tablet oder Smartphone führen
  • Angehörige anleiten und beraten, Hilfsmittelbedarf erkennen
  • Kontakt zu Hausärzten, Apotheken und Sanitätshäusern halten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene dreijährige Pflegeausbildung (Pflegefachfrau/Pflegefachmann oder frühere Berufsbezeichnung)
  • Führerschein Klasse B und Bereitschaft, täglich im Stadt- oder Landverkehr zu fahren
  • Fähigkeit, allein und ohne Rückfrage pflegerisch zu entscheiden
  • Körperliche Belastbarkeit für Heben, Treppen und Arbeiten in engen Räumen
  • Sicherer Umfang mit digitaler Dokumentation
  • Belastbarkeit im geteilten Dienst mit Wochenend- und Feiertagsarbeit

Wo man arbeitet

  • Ambulanter Pflegedienst
  • Intensivpflegedienst für die außerklinische Versorgung
  • Palliativ- und SAPV-Team
  • Betreute Wohngruppen und Tagespflege
  • Kirchliche Sozialstation

Der Weg in den Beruf

Üblicher Weg ist die dreijährige generalistische Pflegeausbildung nach dem Pflegeberufegesetz mit dem Abschluss Pflegefachfrau oder Pflegefachmann, im dritten Jahr wahlweise mit Vertiefung in der ambulanten Langzeitpflege. Voraussetzung ist in der Regel ein mittlerer Schulabschluss oder ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Helferausbildung. Für den ambulanten Einsatz kommt der Führerschein Klasse B hinzu; Fachweiterbildungen wie Wundexpertise, Palliative Care oder die Leitungsqualifikation nach § 71 SGB XI folgen später.

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3.600 – 6.800 €

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