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Pflegebereich

Psychiatrie & Suchthilfe

35 offene Stellen in diesem Pflegebereich, sortiert nach Eingangsdatum. Der Bereich fasst die Tätigkeiten zusammen, unter denen die Anzeigen ausgeschrieben sind.

Berufe im Bereich

Was man hier arbeitet

Zu diesen Berufen gibt es eine Beschreibung samt Gehaltsangaben.

Gerontopsychiatrische Fachkraft / Pflegefachkraft

Gerontopsychiatrische Fachkräfte sind Pflegefachkräfte mit einer Weiterbildung für die Pflege und Begleitung älterer Menschen mit Demenz, Depression, Delir oder Suchterkrankung. Sie arbeiten in Pflegeheimen, gerontopsychiatrischen Wohnbereichen und Kliniken.

Offene Stellen
3
Monatsbrutto
3.200 – 5.100 €

Offene Stellen

35 Anzeigen, angezeigt 21 bis 35

Der Bestand im Bereich

Was hier ausgeschrieben wird

Ausgezählt über die Anzeigen, die heute in diesem Bereich stehen. Die Werte ändern sich mit jedem Abgleich und sind eine Momentaufnahme des eigenen Bestands, keine Arbeitsmarktstatistik.

Anzeigen im Bereich
35
Homeoffice möglich
0 %
0 Anzeigen
Teilzeit möglich
86 %
30 Anzeigen

Häufigste Berufe

Berufe dieses Bereichs nach Zahl der Anzeigen
Beruf Anzeigen
Pflegefachkraft 14
Gerontopsychiatrische Fachkraft / Pflegefachkraft 3
Physiotherapeut 1
Ergotherapeut 1
Altenpfleger 1
Dauernachtwache 1
Heilerziehungspfleger / Pflegefachkraft 1

Häufigste Orte

Standorte dieses Bereichs nach Zahl der Anzeigen
Ort Anzeigen
Berlin Kaulsdorf 4
Hamburg 4
Berlin Kreuzberg 2
Berlin Friedrichshain 2
Bedburg-Hau 2
Berlin 2
Berlin Tempelhof 1
Berlin Neukölln 1

Anstellungsarten

Verteilung der Anstellungsarten in diesem Bereich
Art Anzeigen Anteil
Feste Anstellung 29 83 %
Befristeter Vertrag 1 3 %

Der Anteil bezieht sich auf alle Anzeigen des Bereichs. Anzeigen ohne Angabe zur Anstellungsart bleiben unberücksichtigt, deshalb ergeben die Werte nicht hundert Prozent.

Über den Pflegebereich

Was hier gearbeitet wird

Pflege und Begleitung von Menschen mit psychischen Erkrankungen – in Fachkliniken und psychiatrischen Abteilungen, in der Gerontopsychiatrie, der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Psychosomatik, im Maßregelvollzug, in der Suchthilfe von der Entgiftung bis zur Nachsorge und in der gemeindepsychiatrischen Versorgung mit betreutem Wohnen, Tagesstätten und Krisendiensten.

Der Kern der Arbeit ist nicht die Maßnahme, sondern die Beziehung. Das klingt weich und ist es nicht: Bezugspflege bedeutet, über Wochen für dieselben Menschen zuständig zu sein, Gespräche zu führen und auszuhalten, Tagesstruktur zu geben, Krisen zu erkennen, bevor sie eskalieren, und zwischen Nähe und professioneller Distanz eine Grenze zu ziehen, die niemand einmal festlegt und dann behält. Dazu kommen Medikamentenmanagement und die Beobachtung von Wirkungen und Nebenwirkungen, Gruppenangebote, Angehörigenarbeit und die Zusammenarbeit mit gesetzlichen Betreuungen, Ämtern und Gerichten.

Körperlich ist der Bereich weniger fordernd als die somatische Pflege. Das ist der Grund, aus dem manche wechseln – und regelmäßig eine Fehleinschätzung, weil die Belastung nur ihren Ort wechselt.

Der Weg hinein

Grundlage ist die Pflegeausbildung, seit 2020 generalistisch nach dem Pflegeberufegesetz. Die Ausbildung enthält verpflichtende Einsätze in der psychiatrischen Versorgung, sodass alle Absolventinnen und Absolventen mit einem Grundbestand an Erfahrung ankommen.

Die fachliche Vertiefung ist die Fachweiterbildung "Psychiatrische Pflege" nach den Empfehlungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft, berufsbegleitend über etwa zwei Jahre; die Länder setzen sie unterschiedlich um. Für die Suchthilfe und die Gemeindepsychiatrie sind daneben Zusatzqualifikationen verbreitet – Suchtberatung, Soziotherapie, systemische Beratung, Deeskalationstrainer.

Der Bereich ist zugleich einer der wenigen, in denen mehrere Berufsgruppen gleichberechtigt nebeneinander arbeiten. In der Eingliederungshilfe und der Gemeindepsychiatrie werden häufig auch Heilerziehungspflege, Sozialpädagogik und Erziehungswissenschaft gesucht. Wer aus einem dieser Berufe kommt, hat hier einen realistischen Zugang; welche Bezeichnung die Stelle trägt, entscheidet dann über die Eingruppierung.

Wie die Arbeit aussieht

Drei Schichten in den Kliniken, im ambulanten und gemeindepsychiatrischen Bereich überwiegend Tagdienst mit Rufbereitschaft. Für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen gilt seit 2020 die Personalausstattungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses, die Mindestvorgaben für die Besetzung nach Berufsgruppen und Behandlungsbereichen macht und die frühere Psychiatrie-Personalverordnung abgelöst hat. Sie ist ein Fortschritt gegenüber dem vorherigen Zustand und wird zugleich von den Fachverbänden als zu knapp kritisiert.

Zur Ehrlichkeit gehören Zwang und Gewalt. Unterbringungen gegen den Willen, Fixierungen, Zwangsmedikation kommen vor; sie sind rechtlich streng geregelt, unterliegen bei längerer Dauer dem Richtervorbehalt und richten sich im Übrigen nach den Landesgesetzen, die sich unterscheiden. Für die Pflegenden bedeutet das, an Maßnahmen beteiligt zu sein, die dem Anspruch auf Beziehungsarbeit widersprechen. Wie ein Team damit umgeht, ob es Nachbesprechungen gibt, ob Alternativen ernsthaft gesucht werden – das ist die wichtigste Frage an eine psychiatrische Station.

Tätliche Angriffe sind ebenfalls Teil des Alltags. Häuser mit einem eingeführten Deeskalationskonzept, regelmäßigen Trainings und einer Erfassung von Vorfällen arbeiten sicherer als solche, die das Thema nicht ansprechen.

Worauf in der Anzeige zu achten ist

Brauchbare Angaben sind: Art der Station – offen, fakultativ offen, geschützt –, Bettenzahl, Schwerpunkt, Besetzung je Schicht und im Nachtdienst, Anteil fachweitergebildeter Kolleginnen und Kollegen, Bezugspflegesystem, Supervision und Deeskalationstraining.

Eine Anzeige, die "empathische Persönlichkeit" verlangt und über Nachtbesetzung und Stationstyp schweigt, ist unvollständig. Fragen Sie insbesondere, wie viele Personen nachts für wie viele Betten zuständig sind und ob im Haus ein Alarmierungssystem existiert.

Vor der Bewerbung

Wer aus der somatischen Pflege wechselt, sollte begründen, warum – im Anschreiben und ohne die Erwartung, es werde ruhiger. Wie ein solches Schreiben aufgebaut wird, ohne in Floskeln zu verfallen, steht in Das Anschreiben.

Nutzen Sie die ersten Monate als Prüfung in beide Richtungen. Ob Beziehungsarbeit in diesem Umfang zu Ihnen passt, zeigt sich nicht im Gespräch, sondern am dritten Aufnahmegespräch in einer Nachtschicht; welche Regeln in dieser Zeit gelten, steht in Die Probezeit.

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