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Gesundheits- & Krankenpflege

Pflegefachkraft

Pflegefachkräfte versorgen kranke und pflegebedürftige Menschen eigenverantwortlich: Grundpflege, Behandlungspflege, Medikamentengabe, Dokumentation und Anleitung von Hilfskräften. Die dreijährige Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz ist Voraussetzung und Grundlage aller Vorbehaltsaufgaben.

488 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Pflegefachkraft verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.300 € 3.700 € 39.600 €
Mit Berufserfahrung 3.300 € 3.700 € 4.200 € 44.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.700 € 4.200 € 5.000 € 50.400 €

Entscheidend ist der Träger: Häuser nach TVöD-P (Einstieg meist P 7 oder P 8), TV-L an Universitätskliniken sowie AVR Caritas und AVR Diakonie zahlen deutlich planbarer als private Träger mit Haustarif. Bei Tarifbindung wird nicht der Betrag verhandelt, sondern die Stufe - die Anerkennung von Vorerfahrung macht mehrere hundert Euro im Monat aus. Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit sowie Wechselschichtzulagen kommen je nach Dienstplan mit etwa 200 bis 500 Euro monatlich hinzu und sind nach § 3b EStG in Grenzen steuerfrei; Fachweiterbildungen und Leitungsfunktionen heben die Eingruppierung zusätzlich.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Träger, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Träger zu Träger unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Pflegefachkraft?

Der Tag beginnt mit der Übergabe. Danach folgt die Pflegerunde: Körperpflege, Mobilisation, Lagerung, Unterstützung beim Essen, Kontrolle von Vitalwerten. Dazu kommt die Behandlungspflege, für die eine Fachausbildung verlangt wird: Injektionen setzen, Infusionen anhängen, Verbände und Wunden versorgen, Katheter und Sonden handhaben, Medikamente stellen und verabreichen, Blut abnehmen. Pflegefachkräfte begleiten die Visite, setzen ärztliche Anordnungen um, beobachten Verläufe und melden Verschlechterungen. Sie planen den Pflegeprozess, führen die Dokumentation, sprechen mit Angehörigen und leiten Pflegehilfskräfte, Auszubildende und Praktikanten an.

Der Einsatzort prägt den Beruf stärker als die Berufsbezeichnung. Auf einer chirurgischen Station bestimmen Aufnahmen, Entlassungen und Wundversorgung den Ablauf, auf der Intensivstation Monitoring und Beatmung, in der Notaufnahme die Ersteinschätzung, im Pflegeheim die langfristige Begleitung derselben Menschen über Jahre, im ambulanten Dienst die Tour mit eigenem Zeitplan und Alleinverantwortung in fremden Wohnungen.

Wie wird man Pflegefachkraft?

Über die dreijährige Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz mit dem Abschluss Pflegefachfrau oder Pflegefachmann. Sie ist generalistisch und hat seit 2020 die früheren Ausbildungen in der Gesundheits- und Krankenpflege, der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und der Altenpflege ersetzt. Im dritten Jahr ist eine Vertiefung möglich, wer sie in der Kinderkrankenpflege oder der Altenpflege wählt, kann den entsprechenden gesonderten Abschluss erwerben. Wer vor 2020 fertig geworden ist, behält seine Berufsbezeichnung und arbeitet gleichgestellt.

Zugang gibt es mit mittlerem Schulabschluss, mit Hauptschulabschluss plus abgeschlossener Helferausbildung oder anderer Berufsausbildung. Die Pflegeschule vermittelt die Theorie, die praktischen Einsätze verteilen sich auf Klinik, Langzeitpflege, ambulanten Dienst und Psychiatrie. Daneben gibt es ein primärqualifizierendes Pflegestudium. Ein echter Quereinstieg ohne Examen existiert nicht: Ohne die dreijährige Ausbildung bleibt man Pflegehilfskraft und darf die Vorbehaltsaufgaben nach § 4 PflBG nicht übernehmen. Umschulungen für Erwachsene sind in Vollzeit oder Teilzeit möglich und werden häufig gefördert. Wer im Ausland abgeschlossen hat, braucht die Anerkennung durch die zuständige Landesbehörde und in der Regel einen Sprachnachweis auf B2-Niveau.

Was der Beruf verlangt

Schichtdienst mit Früh-, Spät- und Nachtdiensten, Wochenend- und Feiertagsarbeit, in vielen Häusern Einspringen aus dem Frei. Körperlich ist die Arbeit fordernd: Heben, Umlagern, Stehen und Gehen über die ganze Schicht, Rückenbelastung ist der häufigste Grund für Ausfälle. Personalmangel ist Alltag, das heißt dünne Besetzung, unterbrochene Abläufe und die dauernde Entscheidung, was zuerst getan wird. Dazu kommt die Nähe zu Sterben, Schmerz und Aggression. Wer Verantwortung nicht mag oder Konflikte schlecht aushält, kommt hier schwer zurecht.

Aussichten

Die Nachfrage übersteigt das Angebot in allen Regionen und Trägerformen deutlich; ein Examen bedeutet praktisch Beschäftigungssicherheit und eine reale Auswahl zwischen Arbeitgebern. Entwicklungswege führen über Fachweiterbildungen in Intensiv- und Anästhesiepflege, im OP-Dienst, in der Onkologie, Psychiatrie oder Palliativversorgung, über Praxisanleitung, Hygiene- oder Wundmanagement bis zur Stations-, Wohnbereichs- und Pflegedienstleitung. Studiengänge in Pflegewissenschaft und Pflegemanagement öffnen Wege in Lehre, Qualitätssicherung und Leitung.

Aufgaben

  • Grundpflege, Mobilisation und Lagerung übernehmen
  • Behandlungspflege wie Injektionen, Infusionen und Wundversorgung durchführen
  • Medikamente stellen und verabreichen
  • Vitalwerte kontrollieren und Verläufe beobachten
  • Pflegeprozess planen und Pflegedokumentation führen
  • Visite begleiten und ärztliche Anordnungen umsetzen
  • Pflegehilfskräfte und Auszubildende anleiten
  • Patienten und Angehörige beraten und begleiten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene dreijährige Ausbildung als Pflegefachfrau, Pflegefachmann oder gleichgestellter älterer Abschluss
  • Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung, bei ausländischen Abschlüssen Anerkennung und Sprachnachweis meist B2
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienst
  • Körperliche Belastbarkeit für Heben, Umlagern und Stehen über die ganze Schicht
  • Sorgfalt bei Medikamenten und Dokumentation
  • Teamfähigkeit und Belastbarkeit in Zeitdruck und Konfliktsituationen
  • Impf- und Gesundheitsnachweise nach den Vorgaben der Einrichtung

Wo man arbeitet

  • Akutklinik und Fachklinik
  • Intensivstation, OP und Notaufnahme
  • Pflegeheim und Kurzzeitpflege
  • Ambulanter Pflegedienst
  • Wohngruppe und Einrichtung der Behindertenhilfe
  • Rehabilitationsklinik

Der Weg in den Beruf

Der Weg führt über die dreijährige generalistische Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz mit dem Abschluss Pflegefachfrau oder Pflegefachmann, bestehend aus Unterricht an der Pflegeschule und praktischen Einsätzen in Klinik, Langzeitpflege, ambulantem Dienst und Psychiatrie. Zugang besteht mit mittlerem Schulabschluss oder mit Hauptschulabschluss und einer abgeschlossenen Berufs- oder Pflegehelferausbildung. Alternativ ist ein primärqualifizierendes Pflegestudium mit gleichem Berufsabschluss möglich.

Offene Stellen als Pflegefachkraft

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Dreijährig examinierte Pflegefachkraft mit Schwerpunkt auf der Pflege alter Menschen, tätig in Pflegeheimen, ambulanten Diensten und im betreuten Wohnen. Übernimmt Grund- und Behandlungspflege, Pflegeplanung und die Steuerung des Pflegeprozesses.

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43
Monatsbrutto
2.900 – 4.900 €

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Gesundheits- und Krankenpfleger versorgen kranke Menschen im Krankenhaus, in Rehakliniken oder ambulant: Grund- und Behandlungspflege, Medikamentengabe, Überwachung, Dokumentation. Die dreijährige Ausbildung heißt seit 2020 Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann, die alte Berufsbezeichnung bleibt für früher Examinierte gültig.

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30
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2.900 – 5.000 €

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98
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3.600 – 6.800 €

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Offene Stellen
12
Monatsbrutto
2.100 – 3.300 €

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