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Altenpflege & Seniorenbetreuung

Altenpfleger / Gesundheits- und Krankenpfleger

Dreijährig ausgebildete Pflegefachkräfte, die in Pflegeheimen, ambulanten Diensten und Kliniken die Grund- und Behandlungspflege älterer Menschen verantworten. Die Berufsbezeichnungen Altenpfleger und Gesundheits- und Krankenpfleger stammen aus der Zeit vor 2020 und bleiben für früher Ausgebildete gültig; neu ausgebildet wird zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann.

8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Altenpfleger / Gesundheits- und Krankenpfleger verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.200 € 3.600 € 38.400 €
Mit Berufserfahrung 3.300 € 3.700 € 4.100 € 44.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.700 € 4.200 € 5.000 € 50.400 €

Angegeben ist das Grundentgelt ohne Zuschläge. Entscheidend ist der Träger: Kommunale Häuser zahlen nach TVöD-P (Pflegefachkräfte meist P 7 bis P 9), Unikliniken nach TV-L, kirchliche Einrichtungen nach AVR Caritas oder AVR Diakonie - private Träger mit Haustarif liegen oft mehrere hundert Euro darunter, seit der Tariftreueregelung in der Langzeitpflege aber näher an den Tarifwerken. Bei tariflicher Vergütung wird nicht der Betrag verhandelt, sondern die Stufe, weshalb die Anerkennung von Vorerfahrung mehrere hundert Euro monatlich ausmacht. Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit sowie Wechselschichtzulagen bringen bei regelmäßiger Beteiligung an Nachtdiensten üblicherweise 200 bis 600 Euro brutto im Monat zusätzlich, teils nach § 3b EStG steuerfrei.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Träger, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Träger zu Träger unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Pflegefachkraft in der Altenpflege?

Der Tag beginnt in der Regel mit der Übergabe und dann mit der Grundpflege: Betten, Waschen, Anziehen, Transfers mit Lifter oder zu zweit, Mobilisation, Unterstützung beim Frühstück, Kontinenzversorgung. Dazu kommt die Behandlungspflege, die der Fachkraft vorbehalten ist: Medikamente stellen und verabreichen, Insulin und Blutzucker, subkutane und intramuskuläre Injektionen, Verbandwechsel bei chronischen Wunden, Kompressionsversorgung, PEG- und Katheterpflege, Absaugen, Vitalzeichenkontrolle. Die Fachkraft erhebt den Pflegebedarf, plant die Maßnahmen, evaluiert sie und dokumentiert alles - in der Langzeitpflege nach SIS und Strukturmodell, in der Klinik in der digitalen Pflegeakte. Sie ist Ansprechpartnerin für Hausärzte, Apotheken, Angehörige, Betreuer und den MD. Im Heim führt eine Fachkraft im Dienst häufig ein Team aus Pflegehelfern und Betreuungskräften, koordiniert die Tour oder den Wohnbereich und trägt die Verantwortung für Sturzprophylaxe, Dekubitusprophylaxe und Notfälle. Ein großer Teil der Arbeit ist Umgang mit Demenz: Orientierung geben, Aggression und Weglauftendenz auffangen, palliative Situationen begleiten, Sterbende versorgen.

Wie wird man Pflegefachkraft?

Über die dreijährige Ausbildung. Seit 2020 ist das die generalistische Pflegeausbildung nach dem Pflegeberufegesetz mit dem Abschluss Pflegefachfrau oder Pflegefachmann; im letzten Ausbildungsdrittel ist eine Vertiefung in der Langzeitpflege möglich, und wer die Altenpflege oder Kinderkrankenpflege als gesonderten Abschluss wählt, kann das weiterhin tun. Die früheren Abschlüsse Altenpfleger und Gesundheits- und Krankenpfleger werden nicht mehr neu vergeben, bleiben aber uneingeschränkt anerkannt und gleichwertig eingruppiert. Zugang gibt der mittlere Schulabschluss oder ein Hauptschulabschluss plus abgeschlossene Helferausbildung. Pflegehelfer mit Berufserfahrung können die Ausbildung verkürzt absolvieren. Quereinsteiger aus anderen Berufen werden häufig genommen, auch mit Umschulungsfinanzierung über die Agentur für Arbeit. Ausländische Abschlüsse brauchen ein Anerkennungsverfahren und meist den Sprachnachweis B2.

Was der Beruf verlangt

Schichtdienst ist die Regel: Früh-, Spät- und Nachtdienste, Wochenenden, Feiertage, im ambulanten Dienst geteilte Dienste und Rufbereitschaft. Die körperliche Belastung ist hoch, Rücken und Schultern leiden, auch mit Hilfsmitteln. In der Langzeitpflege ist eine Fachkraft in der Spätschicht oft für zwanzig bis dreißig Bewohner zuständig und muss zwischen Pflege, Dokumentation und Klingeln priorisieren - dieses ständige Abwägen, was liegen bleibt, belastet mehr als das Heben. Dazu kommen Tod als Alltag, Konflikte mit Angehörigen, kurzfristiges Einspringen bei Krankmeldungen und eine spürbare Fluktuation. Wer keine Distanz aufbauen kann und keinen Ausgleich hat, hält das über Jahre nicht durch.

Aussichten

Die Nachfrage ist bundesweit größer als das Angebot, in der Altenpflege besonders. Fachkräfte können den Arbeitgeber praktisch wählen und über Dienstplansicherheit, Springerpools und Einarbeitung verhandeln. Wege nach oben gibt es mehrere: Wohnbereichs- und Pflegedienstleitung über die Weiterbildung nach § 71 SGB XI, Praxisanleitung, Qualitätsmanagement, Fachweiterbildungen in Palliative Care, Gerontopsychiatrie, Wundmanagement oder Hygiene. Mit Fachhochschulzugang sind Pflegemanagement, Pflegepädagogik oder Advanced Practice Nursing möglich. Ein Wechsel zwischen Heim, ambulantem Dienst und Klinik ist jederzeit machbar.

Aufgaben

  • Grundpflege, Mobilisation und Transfers bei pflegebedürftigen Menschen
  • Behandlungspflege: Injektionen, Blutzucker, Verbandwechsel, Katheter- und PEG-Versorgung
  • Medikamente stellen, verabreichen und Wirkung überwachen
  • Pflegeprozess planen, steuern und in der Pflegedokumentation nachweisen
  • Bewohner und Angehörige beraten, Arztkontakte und Verordnungen koordinieren
  • Pflegehelfer und Betreuungskräfte im Dienst anleiten und einteilen
  • Menschen mit Demenz begleiten und palliative Situationen mittragen
  • Notfälle erkennen, erste Maßnahmen einleiten und Rettungsdienst einweisen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene dreijährige Pflegeausbildung mit Berufsurkunde (Pflegefachfrau/-mann, Altenpfleger oder Gesundheits- und Krankenpfleger)
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdiensten
  • Körperliche Belastbarkeit für Heben, Stehen und Gehen über die ganze Schicht
  • Deutschkenntnisse mindestens B2 für Dokumentation und Arztkommunikation
  • Belastbarkeit im Umgang mit Demenz, Aggression, Sterben und Zeitdruck
  • Für den ambulanten Dienst Führerschein Klasse B
  • Impf- und Gesundheitsnachweise nach Infektionsschutzgesetz

Wo man arbeitet

  • Vollstationäre Pflegeheime und Seniorenzentren
  • Ambulante Pflegedienste und Tourenpflege
  • Akutkliniken und geriatrische Fachabteilungen
  • Tages- und Kurzzeitpflege
  • Betreute Wohngruppen und Demenz-Hausgemeinschaften
  • Rehabilitations- und Hospizeinrichtungen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Pflegeausbildung nach dem Pflegeberufegesetz mit Abschluss als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann, bestehend aus rund 2.100 Stunden Theorie und 2.500 Stunden Praxis in Klinik, Langzeitpflege und ambulantem Dienst. Wer bereits eine ein- oder zweijährige Pflegehelferausbildung und Berufserfahrung hat, kann verkürzt einsteigen. Ältere Abschlüsse als Altenpfleger oder Gesundheits- und Krankenpfleger bleiben gültig und gleichwertig.

Offene Stellen als Altenpfleger / Gesundheits- und Krankenpfleger

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3.600 – 6.800 €

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