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Gesundheits- & Krankenpflege

Pflegefachmann

Pflegefachmann und Pflegefachfrau ist der dreijährige generalistische Ausbildungsberuf in der Pflege nach dem Pflegeberufegesetz. Die Fachkräfte versorgen Menschen aller Altersstufen im Krankenhaus, im Pflegeheim, in der ambulanten Pflege oder in der Kinderkrankenpflege und tragen die Verantwortung für den Pflegeprozess.

47 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Pflegefachmann verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.300 € 3.700 € 39.600 €
Mit Berufserfahrung 3.300 € 3.700 € 4.200 € 44.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.700 € 4.200 € 5.200 € 50.400 €

Entscheidend ist der Träger: Häuser nach TVöD-P (meist P 7 bis P 9), TV-L an Universitätskliniken oder AVR Caritas und AVR Diakonie zahlen in der Regel deutlich mehr als private Anbieter mit Haustarif, und beide gibt es am selben Ort. Verhandelt wird bei Tarifbindung nicht der Betrag, sondern die Stufe - die Anerkennung von Vorerfahrung macht schnell mehrere hundert Euro im Monat aus. Die genannten Werte sind Grundentgelte ohne Zuschläge; Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschläge sowie Wechselschichtzulagen bringen bei regelmäßigen Nachtdiensten üblicherweise 200 bis 600 Euro monatlich zusätzlich, teils steuerfrei nach § 3b EStG.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Träger, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Träger zu Träger unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Pflegefachmann?

Der Arbeitstag beginnt in den meisten Einsatzbereichen mit der Übergabe. Danach folgt, je nach Schicht und Bereich, die Körperpflege und Mobilisation der zugewiesenen Patientinnen und Patienten, das Stellen und Verabreichen von Medikamenten, Blutzuckerkontrollen, Injektionen, Infusionen und Verbandwechsel. Dazu kommt die Überwachung von Vitalzeichen, das Erkennen von Verschlechterungen und die Entscheidung, wann der ärztliche Dienst gerufen wird. Auf der Station begleitet die Pflegefachperson die Visite, bereitet Untersuchungen vor, nimmt Aufnahmen und Entlassungen ab und koordiniert mit Physiotherapie, Sozialdienst und Angehörigen. In der Langzeitpflege verschiebt sich der Schwerpunkt zu Wundversorgung, Sturzprophylaxe, Ernährungsmanagement und der Betreuung von Menschen mit Demenz, im ambulanten Dienst zu eigenständigen Touren mit Behandlungspflege in fremden Wohnungen.

Drei Aufgaben sind gesetzlich der Fachkraft vorbehalten (§ 4 PflBG): die Erhebung des Pflegebedarfs, die Organisation und Steuerung des Pflegeprozesses sowie die Analyse und Bewertung der Pflegequalität. Sie dürfen nicht an Pflegehilfskräfte delegiert werden. Daran hängt auch die praktische Rolle im Team: Fachkräfte leiten Helferinnen und Auszubildende an und verantworten, was diese tun. Die Dokumentation nimmt spürbar Zeit in Anspruch und wird oft am Ende der Schicht nachgeholt.

Wie wird man Pflegefachmann?

Seit 2020 gilt die generalistische Pflegeausbildung. Sie dauert drei Jahre, findet an einer Pflegeschule und in mehreren Praxiseinrichtungen statt und führt zur Berufsbezeichnung Pflegefachfrau oder Pflegefachmann. Sie hat die früheren Ausbildungen in der Gesundheits- und Krankenpflege, der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und der Altenpflege ersetzt; die beiden letztgenannten Abschlüsse sind als Vertiefung im dritten Ausbildungsjahr weiterhin wählbar. Wer vor 2020 abgeschlossen hat, behält seine Bezeichnung und ist gleichgestellt. Voraussetzung ist in der Regel der mittlere Schulabschluss oder ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Helferausbildung. Die Ausbildung wird von Beginn an vergütet. Daneben gibt es primärqualifizierende Bachelorstudiengänge, die ebenfalls zur Berufszulassung führen. Ausländische Abschlüsse müssen von der zuständigen Landesbehörde anerkannt werden, häufig mit Anpassungslehrgang oder Kenntnisprüfung und Sprachnachweis auf B2-Niveau.

Was der Beruf verlangt

Schichtdienst ist die Regel: Früh-, Spät- und Nachtdienste, Wochenenden und Feiertage. Dienstpläne ändern sich kurzfristig, Einspringen aus dem Frei ist verbreitet. Körperlich fordert der Beruf durch Heben, Umlagern und langes Gehen; Rückenbeschwerden sind häufig. Psychisch belasten Zeitdruck, Sterbebegleitung, aggressives Verhalten und das Gefühl, der eigenen Vorstellung von guter Pflege nicht gerecht zu werden. Personalmangel ist in den meisten Häusern spürbar, die Fluktuation hoch, Teilzeit sehr verbreitet. Wer damit rechnet, trifft eine belastbarere Entscheidung.

Aussichten

Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich und wird es auf absehbare Zeit weiter tun; unbefristete Stellen sind Standard, ein Wechsel ist praktisch jederzeit möglich. Fachweiterbildungen gibt es unter anderem für Intensiv- und Anästhesiepflege, OP-Dienst, Onkologie, Psychiatrie, Palliativ- und Notfallpflege. Weitere Wege führen über Praxisanleitung, Hygienebeauftragung, Wundexpertise, Stations- oder Pflegedienstleitung sowie über Studiengänge in Pflegewissenschaft, Pflegemanagement oder Advanced Practice Nursing.

Aufgaben

  • Grund- und Behandlungspflege im Früh-, Spät- und Nachtdienst
  • Medikamente stellen und verabreichen, Injektionen und Infusionen
  • Wunden versorgen und Verbände wechseln
  • Vitalzeichen überwachen und Verschlechterungen einschätzen
  • Pflegebedarf erheben und den Pflegeprozess steuern
  • Visite begleiten, Aufnahmen und Entlassungen organisieren
  • Pflegedokumentation führen und Übergaben gestalten
  • Auszubildende und Pflegehilfskräfte anleiten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene dreijährige Pflegeausbildung mit Berufszulassung oder anerkannter ausländischer Abschluss
  • In der Regel mittlerer Schulabschluss als Zugang zur Ausbildung
  • Bereitschaft zu Schicht-, Wochenend- und Feiertagsdiensten
  • Körperliche Belastbarkeit für Heben, Umlagern und Stehen über die ganze Schicht
  • Ruhe und Übersicht in akuten Situationen
  • Deutschkenntnisse mindestens auf B2-Niveau bei ausländischem Abschluss
  • Impf- und Gesundheitsnachweise nach Infektionsschutzgesetz

Wo man arbeitet

  • Akutkliniken und Fachkliniken
  • Stationäre Pflegeeinrichtungen
  • Ambulante Pflegedienste
  • Rehabilitationskliniken
  • Wohngruppen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe
  • Arztpraxen und medizinische Versorgungszentren

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige generalistische Ausbildung an einer Pflegeschule mit praktischen Einsätzen in Krankenhaus, Langzeitpflege, ambulanter Pflege, Pädiatrie und Psychiatrie. Sie endet mit dem staatlichen Examen und der Berufsbezeichnung Pflegefachfrau oder Pflegefachmann. Alternativ führt ein primärqualifizierendes Pflegestudium in drei bis vier Jahren zum gleichen Berufszugang mit zusätzlichem Bachelorabschluss.

Offene Stellen als Pflegefachmann

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36
Monatsbrutto
2.900 – 4.900 €

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12
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2.100 – 3.300 €

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