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Notaufnahme & Rettungsdienst

Rettungssanitäter

Rettungssanitäter versorgen und transportieren Notfallpatienten, fahren den Rettungswagen und assistieren Notfallsanitätern und Notärzten. Die Qualifikation wird in einem Lehrgang von rund 520 Stunden erworben und liegt unterhalb der dreijährigen Ausbildung zum Notfallsanitäter.

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Gehalt

Was man als Rettungssanitäter verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.350 € 2.650 € 2.950 € 31.800 €
Mit Berufserfahrung 2.600 € 2.950 € 3.300 € 35.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.900 € 3.250 € 3.700 € 39.000 €

Angegeben ist das Grundentgelt ohne Zuschläge. Entscheidend ist der Träger: Kommunale Rettungsdienste zahlen nach TVöD (meist Entgeltgruppe 4 bis 5), Hilfsorganisationen nach eigenen Tarifwerken wie dem DRK-Reformtarifvertrag, private Anbieter im Krankentransport liegen oft deutlich darunter. Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit sowie Wechselschichtzulagen machen bei üblichem Dienstplan häufig 250 bis 500 Euro monatlich aus und sind nach § 3b EStG teilweise steuerfrei. Bei Tarifbindung wird nicht der Betrag verhandelt, sondern die Stufe - die Anerkennung von Vorerfahrung entscheidet über mehrere hundert Euro im Monat.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Träger, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Träger zu Träger unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Rettungssanitäter?

Rettungssanitäter arbeiten im Rettungsdienst und im qualifizierten Krankentransport. Auf dem Rettungswagen sind sie in der Regel als Fahrer und zweite Kraft eingesetzt, während ein Notfallsanitäter die Einsatzleitung am Patienten übernimmt. Im Krankentransportwagen führen sie den Einsatz dagegen selbst und transportieren Menschen, die nicht akut lebensbedroht, aber betreuungs- oder tragebedürftig sind: Dialysefahrten, Verlegungen zwischen Kliniken, Entlassungen nach Hause.

Zum Alltag gehören das Anfahren der Einsatzstelle nach Alarmierung, die Ersteinschätzung, Messung von Blutdruck, Puls, Sauerstoffsättigung und Blutzucker, das Anlegen eines EKG, Sauerstoffgabe, Blutstillung, Immobilisation mit Schienen und Vakuummatratze, Lagerung und schonender Transport. Sie assistieren bei der Anlage von Zugängen, bei Intubation und Reanimation, bedienen Absaugpumpe und Beatmungsbeutel, dokumentieren das Einsatzprotokoll und übergeben strukturiert in der Notaufnahme. Zwischen den Einsätzen werden Fahrzeuge desinfiziert, Material aufgefüllt und Geräte geprüft.

Wie wird man Rettungssanitäter?

Rettungssanitäter ist kein anerkannter Ausbildungsberuf, sondern eine landesrechtlich geregelte Qualifikation. Üblich sind rund 520 Stunden: etwa 160 Stunden Theorie, ein Klinikpraktikum, ein Praktikum auf einer Lehrrettungswache und ein Abschlusslehrgang mit staatlicher Prüfung. In Vollzeit dauert das etwa drei bis vier Monate, berufsbegleitend länger. Vorausgesetzt werden meist ein Hauptschulabschluss, Mindestalter 18, der Führerschein Klasse C1 und gesundheitliche Eignung. Die Lehrgangskosten trägt häufig der Bewerber selbst, manche Träger übernehmen sie gegen Bindungsfrist.

Viele nutzen die Qualifikation als Einstieg und hängen später die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter an, teils verkürzt über eine Ergänzungsprüfung, wenn ausreichend Einsatzerfahrung vorliegt. Auch der Wechsel in die Pflege ist möglich, allerdings ohne Anrechnung: Die generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann muss vollständig absolviert werden.

Was der Beruf verlangt

Der Dienst läuft rund um die Uhr. Zwölf- und Vierundzwanzigstundenschichten sind verbreitet, Nachtdienste, Wochenenden und Feiertage gehören dazu, in ländlichen Bereichen auch Bereitschaftszeiten auf der Wache. Körperlich ist die Arbeit fordernd: Tragen über Treppenhäuser, Umlagern schwerer Patienten, Arbeiten in engen Wohnungen, bei Kälte und im Straßenverkehr. Rückenbelastung ist der häufigste Grund für frühes Ausscheiden.

Dazu kommen belastende Einsätze mit Kindern, Suizid oder Gewalt, unklare Lagen, aggressive Patienten und Angehörige. Fehleinsätze und Bagatelltransporte machen einen erheblichen Teil des Aufkommens aus, was viele als frustrierend erleben. Die Kompetenzen sind eng begrenzt: Wer eigenständig invasive Maßnahmen durchführen will, braucht die Notfallsanitäterausbildung. Die Fluktuation ist hoch, viele bleiben nur wenige Jahre.

Aussichten

Rettungsdienste, Hilfsorganisationen und private Anbieter suchen durchgehend Personal, im Krankentransport besonders. Eine Stelle zu finden ist selten das Problem. Entwicklungswege führen über die Ergänzungsprüfung oder die volle Ausbildung zum Notfallsanitäter, weiter zum Praxisanleiter, Lehrrettungsassistenten, Organisatorischen Leiter Rettungsdienst oder in die Leitstelle. Ohne Weiterqualifikation bleibt das Einkommen begrenzt, weil die Eingruppierung an die Qualifikationsstufe gebunden ist.

Aufgaben

  • Rettungs- und Krankentransportwagen fahren und Einsatzstellen anfahren
  • Vitalparameter messen, EKG schreiben, Sauerstoff verabreichen
  • Blutungen stillen, Wunden versorgen, Extremitäten immobilisieren
  • Notfallsanitäter und Notarzt bei Reanimation, Zugängen und Intubation assistieren
  • Patienten schonend lagern, tragen und während des Transports überwachen
  • Einsatzprotokoll führen und in der Notaufnahme strukturiert übergeben
  • Fahrzeuge desinfizieren, Material auffüllen und Medizingeräte prüfen
  • Im Krankentransport eigenverantwortlich Transporte durchführen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossener Rettungssanitäterlehrgang mit rund 520 Stunden und staatlicher Prüfung
  • Mindestens Hauptschulabschluss und Mindestalter 18 Jahre
  • Führerschein Klasse C1, teils zusätzlich Fahrsicherheitstraining
  • Gesundheitliche Eignung, Belastbarkeit der Wirbelsäule, gutes Sehvermögen
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdiensten
  • Ruhiges Auftreten in unübersichtlichen Lagen und im Umgang mit aggressiven Personen
  • Erweitertes Führungszeugnis ohne Eintrag

Wo man arbeitet

  • Rettungswachen kommunaler Träger und Hilfsorganisationen
  • Private Rettungs- und Krankentransportunternehmen
  • Qualifizierter Krankentransport und Verlegungsdienste
  • Werksrettungsdienste und Sanitätsdienste bei Großveranstaltungen
  • Notaufnahmen und Kliniken im Rahmen von Praktika oder Springerdiensten

Der Weg in den Beruf

Der Weg führt über einen landesrechtlich geregelten Lehrgang von rund 520 Stunden aus Theorie, Klinikpraktikum, Praktikum auf einer Lehrrettungswache und Abschlusslehrgang mit staatlicher Prüfung. In Vollzeit dauert das etwa drei bis vier Monate, berufsbegleitend deutlich länger. Der Abschluss lautet staatlich geprüfter Rettungssanitäter und ist kein anerkannter Ausbildungsberuf; wer weiterkommen will, absolviert anschließend die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter oder die verkürzte Ergänzungsprüfung.

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Notfallsanitäter

Notfallsanitäter versorgen Notfallpatienten am Einsatzort, überwachen sie während des Transports und übernehmen bis zum Eintreffen eines Arztes eigenständig heilkundliche Maßnahmen. Der Beruf setzt eine dreijährige Ausbildung nach dem Notfallsanitätergesetz voraus.

Offene Stellen
7
Monatsbrutto
2.900 – 5.200 €

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