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Pflegebereich

Behindertenhilfe & Heilerziehung

102 offene Stellen in diesem Pflegebereich, sortiert nach Eingangsdatum. Der Bereich fasst die Tätigkeiten zusammen, unter denen die Anzeigen ausgeschrieben sind.

Berufe im Bereich

Was man hier arbeitet

Zu diesen Berufen gibt es eine Beschreibung samt Gehaltsangaben.

Heilerziehungspfleger

Heilerziehungspfleger begleiten Menschen mit Behinderung im Alltag, bei der Pflege, in der Bildung und in der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die dreijährige Fachschulausbildung verbindet pflegerische, pädagogische und assistierende Aufgaben.

Offene Stellen
12
Monatsbrutto
3.000 – 5.200 €

Erzieher / Heilerziehungspfleger

Erzieherinnen und Heilerziehungspfleger begleiten Menschen mit Behinderung im Wohnen, in der Arbeit und in der Freizeit. Sie verbinden pädagogische Förderung mit pflegerischen Aufgaben und arbeiten in Wohngruppen, Werkstätten und ambulanten Assistenzdiensten.

Offene Stellen
8
Monatsbrutto
3.000 – 5.200 €

Erzieherin / Heilerziehungspflegerin / Sozialpädagogin

Fachkräfte für pädagogische Begleitung von Menschen mit Behinderung in Wohngruppen, Tagesförderstätten und Werkstätten. Sie verbinden Alltagsassistenz und Pflege mit Förderplanung, Teilhabeplanung und Beratung.

Offene Stellen
4
Monatsbrutto
2.900 – 5.200 €

Heilerziehungspfleger / Heilpädagoge

Heilerziehungspfleger begleiten Menschen mit Behinderung im Alltag, in der Pflege und in der Tagesstruktur. Heilpädagogen arbeiten stärker diagnostisch und konzeptionell und übernehmen häufig Förderplanung oder Leitungsaufgaben.

Offene Stellen
0
Monatsbrutto
2.900 – 5.100 €

Heilerziehungspfleger Eingliederungshilfe

Heilerziehungspfleger begleiten Menschen mit Behinderung im Alltag, in der Arbeit und im Wohnen – pflegerisch, pädagogisch und bei der Durchsetzung ihrer Teilhaberechte. Grundlage ist eine dreijährige Fachschulausbildung mit staatlicher Anerkennung.

Offene Stellen
0
Monatsbrutto
3.000 – 5.000 €

Offene Stellen

102 Anzeigen, angezeigt 1 bis 20

Der Bestand im Bereich

Was hier ausgeschrieben wird

Ausgezählt über die Anzeigen, die heute in diesem Bereich stehen. Die Werte ändern sich mit jedem Abgleich und sind eine Momentaufnahme des eigenen Bestands, keine Arbeitsmarktstatistik.

Anzeigen im Bereich
102
Homeoffice möglich
3 %
3 Anzeigen
Teilzeit möglich
78 %
80 Anzeigen

Häufigste Berufe

Berufe dieses Bereichs nach Zahl der Anzeigen
Beruf Anzeigen
Heilerziehungspfleger 11
Erzieher / Heilerziehungspfleger 7
Erzieherin / Heilerziehungspflegerin / Sozialpädagogin 4
Erzieher / Heilerziehungspfleger / Pflegefachkraft 2
Heilerziehungspfleger / Pflegefachkraft 2
Pädagogische / Pflegerische Fachkraft 1

Häufigste Orte

Standorte dieses Bereichs nach Zahl der Anzeigen
Ort Anzeigen
Berlin 20
Hamburg 12
Hannover 5
Lüdenscheid 4
Sangerhausen 2
Aschaffenburg 2
Gransee 2
München 2

Anstellungsarten

Verteilung der Anstellungsarten in diesem Bereich
Art Anzeigen Anteil
Feste Anstellung 84 82 %
Befristeter Vertrag 5 5 %
Berufseinstieg/Trainee 4 4 %
Arbeitnehmerüberlassung 1 1 %

Der Anteil bezieht sich auf alle Anzeigen des Bereichs. Anzeigen ohne Angabe zur Anstellungsart bleiben unberücksichtigt, deshalb ergeben die Werte nicht hundert Prozent.

Über den Pflegebereich

Was hier gearbeitet wird

Begleitung von Menschen mit Behinderung in ihrem Alltag – in besonderen Wohnformen, in ambulant betreuten Wohngemeinschaften, in der Assistenz in der eigenen Wohnung, in Werkstätten und Förderstätten, in Kindertagesstätten mit Inklusionsauftrag und in heilpädagogischen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche.

Die Arbeit ist Assistenz, nicht Versorgung. Der Unterschied ist der fachliche Kern des Bereichs: Ziel ist nicht, möglichst viel abzunehmen, sondern so viel Selbstbestimmung wie möglich zu ermöglichen – auch dann, wenn ein anderes Vorgehen schneller wäre. Konkret heißt das Unterstützung bei Körperpflege, Ernährung und Medikamentengabe, Begleitung zu Ärzten, Ämtern und Freizeitangeboten, Tagesstruktur, Krisenbegleitung bei herausforderndem Verhalten, Anleitung zu Arbeit und Beschäftigung, Zusammenarbeit mit Angehörigen und rechtlichen Betreuungen und ein erheblicher Anteil Dokumentation.

Die Spannbreite der begleiteten Menschen ist groß: von Personen mit leichter Lernbeeinträchtigung, die weitgehend selbstständig leben, bis zu Menschen mit schwerer Mehrfachbehinderung, deren Versorgung pflegerisch anspruchsvoll ist. Welche Gruppe eine Stelle betrifft, bestimmt den Alltag vollständig und steht in Anzeigen oft nur andeutungsweise.

Der Weg hinein

Der klassische Weg ist die Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin oder zum Heilerziehungspfleger: dreijährig an einer Fachschule, in Vollzeit oder berufsbegleitend, geregelt durch das jeweilige Bundesland – Zugangsvoraussetzungen, Bezeichnung und Ausbildungsvergütung unterscheiden sich deshalb je nach Land erheblich. Daneben arbeiten in diesem Bereich Heilerziehungspflegehelfer, Erzieherinnen und Erzieher, Heilpädagoginnen, Sozialpädagoginnen sowie Pflegefachpersonen, letztere vor allem dort, wo der pflegerische Anteil hoch ist.

Der Bereich ist einer der wenigen mit einem echten und geregelten Zugang für Quereinsteigende. Assistenzkräfte ohne einschlägige Ausbildung werden regelmäßig eingestellt und intern qualifiziert, teils mit der Zusage einer berufsbegleitenden Ausbildung. Wer diesen Weg erwägt, sollte vorher klären, welche Qualifikation am Ende steht und welche Eingruppierung damit verbunden ist – die Differenz zwischen Assistenzkraft und Fachkraft ist in allen Tarifwerken deutlich. Grundsätzliches dazu steht in Der Quereinstieg.

Für den Umgang mit herausforderndem Verhalten sind Zusatzqualifikationen verbreitet, ebenso Weiterbildungen in Unterstützter Kommunikation, Basaler Stimulation und Deeskalation.

Wie die Arbeit aussieht

In Wohnformen wird im Schichtdienst gearbeitet, häufig mit geteilten Diensten am Morgen und am Nachmittag, weil die Bewohnerinnen und Bewohner tagsüber in der Werkstatt sind. Nachtdienste laufen vielerorts als Nachtbereitschaft mit einer Person für mehrere Wohngruppen. In Werkstätten und Förderstätten dagegen gilt weitgehend ein geregelter Tagdienst ohne Wochenenddienst – einer der wenigen Bereiche im Feld, in denen das so ist.

Die rechtliche Grundlage hat sich mit dem Bundesteilhabegesetz verändert. Die Eingliederungshilfe ist seit 2020 aus der Sozialhilfe herausgelöst und im neunten Sozialgesetzbuch geregelt; Leistungen werden im Gesamtplanverfahren personenbezogen ermittelt, Fachleistung und Lebensunterhalt sind getrennt. Für die Beschäftigten bedeutet das mehr Dokumentation und eine engere Bindung der Arbeit an bewilligte Leistungsstunden – wer eine Stelle antritt, arbeitet in einem System, das jede Assistenzstunde begründen muss.

Die Bezahlung folgt in kirchlichen und kommunalen Häusern den einschlägigen Tarifwerken, in privaten Trägern der freien Vereinbarung. Der Abstand zwischen Trägern ist in diesem Bereich größer als in der Krankenhauspflege.

Worauf in der Anzeige zu achten ist

Nützlich sind: Art der Einrichtung, Zahl der begleiteten Menschen je Gruppe, Personalschlüssel, Art und Schwere der Behinderungen, Anteil pflegerischer Tätigkeit, Schichtmodell einschließlich geteilter Dienste und Nachtbereitschaft.

Achten Sie auf den Begriff "Assistenz". Er kann eine fachlich anspruchsvolle Aufgabe bezeichnen und ebenso eine Hilfstätigkeit zum Mindestlohn. Fragen Sie nach der vorgesehenen Eingruppierung, nach der Zahl der Fachkräfte in der Gruppe und danach, ob Sie allein Dienst haben.

Vor der Bewerbung

Fragen Sie nach der Fluktuation und danach, wie lange die Menschen in der Wohngruppe schon dort leben. Beziehungskontinuität ist in diesem Bereich das entscheidende Qualitätsmerkmal, und eine Gruppe, in der das Personal jährlich wechselt, ist für alle Beteiligten die schlechtere Arbeit.

Wenn Ihr Weg über mehrere Stationen geführt hat – Pflege, Erziehung, Assistenz –, ist das hier eher ein Vorteil als eine Lücke. Wie sich das darstellen lässt, steht in Der Lebenslauf.

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