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Gesundheits- & Krankenpflege

Altenpfleger in moderner Pflegeeinrichtung

Pflegefachkräfte in der Langzeitpflege betreuen Bewohnerinnen und Bewohner eines Pflegeheims über Monate und Jahre hinweg – mit Grund- und Behandlungspflege, Pflegeplanung und Anleitung von Hilfskräften. Der Beruf läuft im Schichtdienst, oft mit hoher Bewohnerzahl pro Fachkraft.

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Gehalt

Was man als Altenpfleger in moderner Pflegeeinrichtung verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.300 € 3.700 € 39.600 €
Mit Berufserfahrung 3.300 € 3.700 € 4.100 € 44.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.700 € 4.200 € 5.000 € 50.400 €

Angegeben ist das Grundentgelt ohne Zuschläge. Entscheidend ist der Träger: Kommunale Häuser zahlen nach TVöD-P (Fachkräfte meist P 7 bis P 8, Wohnbereichsleitung ab P 9), kirchliche nach AVR Caritas oder AVR Diakonie, private Betreiber häufig nach Haustarif oder dem Pflegemindestlohn-Niveau – die Unterschiede am selben Standort sind erheblich. Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsdienste sowie Wechselschichtzulagen bringen je nach Dienstplan meist 150 bis 500 Euro monatlich dazu, teilweise steuerfrei nach § 3b EStG. Bei Tarifbindung wird nicht der Betrag verhandelt, sondern die Stufe: Die Anerkennung von Vorerfahrung entscheidet über mehrere hundert Euro im Monat.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Träger, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Träger zu Träger unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Pflegefachkraft in der Altenpflege?

Der Arbeitstag in einer stationären Pflegeeinrichtung folgt einem festen Rhythmus, aber selten dem Plan. Im Frühdienst geht es um Unterstützung beim Aufstehen, Waschen, Anziehen und Frühstück, um Mobilisation, Transfers und Lagerung. Dazu kommt die Behandlungspflege, die Fachkräften vorbehalten ist: Medikamente stellen und verabreichen, Insulin und Blutzucker, Verbandwechsel bei chronischen Wunden, Katheter- und Stomaversorgung, Sondenernährung, subkutane Injektionen, Vitalzeichenkontrolle. Eine moderne Einrichtung arbeitet mit elektronischer Dokumentation, Pflegebetten mit Aufstehhilfe, Deckenliftern und teils digitaler Medikamentenlogistik – das nimmt Wege ab, nicht die Verantwortung.

Der eigentliche Kern ist die Steuerung: Pflegeprozessplanung, Risikoeinschätzungen zu Sturz, Dekubitus und Mangelernährung, Kontakt zu Hausärzten und Fachärzten, Vorbereitung der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst, Gespräche mit Angehörigen. Eine Fachkraft führt im Dienst häufig ein Team aus Pflegehilfskräften und Betreuungsassistenzen an und delegiert Aufgaben, für die sie haftet. Ein großer Teil der Bewohner lebt mit Demenz, ein weiterer Teil in der letzten Lebensphase; palliative Begleitung und Sterbebegleitung gehören zum Alltag, nicht zur Ausnahme.

Wie wird man Pflegefachkraft in der Altenpflege?

Seit 2020 gilt das Pflegeberufegesetz. Die eigenständige Ausbildung zur Altenpflegerin oder zum Altenpfleger gibt es nicht mehr; ausgebildet wird generalistisch über drei Jahre zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann, mit der Möglichkeit, im dritten Jahr einen Vertiefungseinsatz in der stationären Langzeitpflege zu wählen. Wer vor 2020 abgeschlossen hat, behält die Bezeichnung Altenpflegerin oder Altenpfleger und ist als Fachkraft voll einsetzbar. Voraussetzung für die Ausbildung ist in der Regel ein mittlerer Schulabschluss oder ein Hauptschulabschluss plus einjährige Helferausbildung.

Der Einstieg über eine ein- oder zweijährige Ausbildung zur Pflegehelferin ist möglich und in vielen Häusern der praktische Weg für Quereinsteiger; die Behandlungspflege und die Vorbehaltsaufgaben nach § 4 PflBG bleiben dann aber der Fachkraft überlassen. Verkürzungen und Nachqualifizierungen sind gängig. Für ausländische Abschlüsse entscheidet das Anerkennungsverfahren des Landes über den Status.

Was der Beruf verlangt

Schichtdienst mit Früh-, Spät- und Nachtdiensten, Wochenend- und Feiertagsarbeit, in kleinen Häusern auch Einspringen aus dem Frei. Nachts ist eine Fachkraft oft allein für einen ganzen Wohnbereich verantwortlich. Körperlich belasten Transfers, Lagerungen und die Arbeit im Stehen den Rücken, auch mit Hilfsmitteln. Der Personalmangel ist in der Langzeitpflege deutlicher als in der Klinik: Die Personalbemessung nach § 113c SGB XI verbessert die Lage langsam, aber die Zahl der Bewohner pro Fachkraft bleibt hoch. Dazu kommt der Dokumentationsaufwand und die emotionale Last durch Sterbefälle, Aggression bei Demenz und Konflikte mit Angehörigen. Wer damit rechnet, hält länger durch als wer es nicht erwartet.

Aussichten

Die Nachfrage ist unbegrenzt und wird über Jahrzehnte wachsen; Fachkräfte können sich Arbeitgeber und Arbeitszeitmodell aussuchen. Entwicklungswege führen über Weiterbildungen in Palliativ-, Wund- oder Demenzpflege zur Praxisanleitung, zur Wohnbereichs- und Pflegedienstleitung oder über ein Studium in Pflegemanagement und Pflegewissenschaft. Auch der Wechsel in Beratung, Qualitätsmanagement oder zum Medizinischen Dienst ist üblich.

Aufgaben

  • Grundpflege, Mobilisation und Unterstützung bei den Mahlzeiten
  • Behandlungspflege: Medikamentengabe, Injektionen, Wundversorgung, Katheter und Sonden
  • Pflegeplanung, Risikoeinschätzungen und Dokumentation im digitalen System
  • Anleitung und Delegation an Pflegehilfskräfte und Betreuungsassistenzen
  • Zusammenarbeit mit Haus- und Fachärzten, Apotheke und Therapeuten
  • Begleitung von Menschen mit Demenz und palliative Versorgung Sterbender
  • Gespräche mit Angehörigen und Beteiligung an Betreuungsplanung
  • Vorbereitung von Qualitätsprüfungen und MD-Begutachtungen

Voraussetzungen

  • Abschluss als Pflegefachfrau/Pflegefachmann oder als Altenpflegerin/Altenpfleger nach altem Recht
  • Für Hilfskrafttätigkeit: ein- bis zweijährige Pflegehelferausbildung oder Anlernung
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdiensten
  • Körperliche Belastbarkeit für Transfers, Lagerung und Arbeit im Stehen
  • Belastbarkeit im Umgang mit Demenz, Aggression und Sterbefällen
  • Sorgfalt bei Medikamenten und Dokumentation, Grundkenntnisse in Pflegesoftware
  • Nachweis über Masernimpfung und in vielen Häusern ein erweitertes Führungszeugnis

Wo man arbeitet

  • Stationäre Pflegeeinrichtung und Seniorenheim
  • Kurzzeit- und Tagespflege
  • Betreutes Wohnen mit Pflegeangebot
  • Wohngruppen für Menschen mit Demenz
  • Ambulanter Pflegedienst

Der Weg in den Beruf

Der Weg führt über die dreijährige generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann nach dem Pflegeberufegesetz, mit möglichem Vertiefungseinsatz in der stationären Langzeitpflege im dritten Jahr. Sie endet mit staatlicher Prüfung und geschützter Berufsbezeichnung. Als Vorstufe oder Quereinstieg dient die ein- bis zweijährige landesrechtliche Pflegehelferausbildung, auf die eine Fachausbildung teils verkürzt aufbauen kann.

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Gesundheits- und Krankenpfleger

Gesundheits- und Krankenpfleger versorgen kranke Menschen im Krankenhaus, in Rehakliniken oder ambulant: Grund- und Behandlungspflege, Medikamentengabe, Überwachung, Dokumentation. Die dreijährige Ausbildung heißt seit 2020 Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann, die alte Berufsbezeichnung bleibt für früher Examinierte gültig.

Offene Stellen
30
Monatsbrutto
2.900 – 5.000 €

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98
Monatsbrutto
3.600 – 6.800 €

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12
Monatsbrutto
2.100 – 3.300 €

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